Der Kompaktflimmergrad CFD - DIE LED-Maßeinheit, die Ihre Gesundheit schützt!

In unserem letzten Blogbeitrag haben wir über LED-Filament-Lampen berichtet.

In diesem Zusammenhang ist der Kontakt mit Peter Erwin entstanden. Er, der Mann hinter 'Der Lichtpeter' und seiner Webseite www.derlichtpeter.de, hat den sogenannten Kompaktflimmergrad, kurz: CFD (Abkürzung für Compact Flicker Degree) entwickelt.

Der CFD findet weltweit immer stärkeren Anklang bei Verbrauchen und Herstellern.

Ziel ist es, dass der CFD eine vorgeschriebene Maßeinheit auf der Verpackung eines Leuchtmittels wird um den Verbraucher weitreichender über das Produkt und dessen Qualität zu informieren.

 

Der CFD ist die Maßeinheit, die das Lichtflimmern eines Leuchtmittels bestimmt.

Wichtig ist diese Maßeinheit deshalb, weil ein starker Lichtflimmergrad gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf den Menschen haben kann. Dies kann von Kopfweh über Schwindel und Übelkeit, bis hin zu epileptischen Anfällen führen.

 

Dies mag auf den ersten Blick nach einer übertriebenen Sorge aussehen, schaut man sich jedoch die teilweise erschreckenden Ergebnisse der aktuell (Stand Mai 2017) über 370 getesteten LED-Filament-Lampen an, fallen die als risikohaft gekennzeichneten Leuchtmittel (v.a. rot und orange) deutlich auf.

 

Wer nun denkt, mit Markenherstellern sei man auf der sicheren Seite, der irrt leider. Nicht alle LED-Filament-Lampen namhafter Unternehmen haben eine gute Bewertung erhalten. Daher kann man bei der Wahl der LED-Filament-Lampe auch nicht darauf vertrauen, dass man mit einem Markenprodukt einer potentiellen Gesundheitsgefährdung aus dem Weg geht.

Testergebnisse

Auf der Seite  https://www.derlichtpeter.de/de/lichtflimmern/led-filament/  werden sowohl die positiven Testergebnisse, wie auch die Negativen sehr anschaulich dargestellt:

Beispiel eines guten Leuchtmittels:

Fast kein Flimmereffekt im Testergebnis des Kompaktflimmergrades einer LED-Filament-Lampe.

Eine praktisch flimmerfreie LED-Filament-Lampe als echte Retrofit-Kerze im E14-Sockel.

Dieses Licht ist vom Emissionsverlauf her deutlich besser als das einer Glühlampe, es kommt dem Tageslicht gleich.

Negativbeispiele:

Negatives Beispiel des Lichtflimmerns einer LED-Filament-Lampe. Der hohe Stroboskopeffekt ist gesundheitsgefährdend.

Der Lichtemissionsverlauf dieser Filamentlampe, die direkt an Netzspannung betrieben wird, weist einen massiven Stroboskopeffekt auf.

Das Tastverhältnis zwischen Hell und Dunkel liegt knapp unter 50%.

Dieses Licht ist nach DIN EN 12464-1 zu vermeiden; es wird zum Arbeiten als gefährlich eingestuft, weil zyklische Bewegungsabläufe nicht mehr richtig wahrgenommen werden können.

Negatives Beispiel einer gedimmten LED-Filament-Lampe mit sehr starkem Kompaktflimmergrad.

Noch schlimmere Ergebnisse liefert der Test über einen Dimmer:

Wird die mittlere Helligkeit der oben noch direkt an Netzspannung betriebenen, als dimmbar gekennzeichneten LED-Filament-Lampe, mittels Dimmer (der korrekt mit seiner Mindestlast betrieben wird) auf 25% gesenkt, dann wird das Licht nur noch in Form von Nadelimpulsen emittiert.

Der Stroboskopeffekt ist noch deutlich stärker, das Tastverhält zwischen Hell und Dunkel liegt hier bei ca. 12%.

Zur Verdeutlichung:

Ein mit so starkem Stroboskopeffekt, ausgeleuchteter Raum, führt zu einer erheblichen Einschränkung der Sicht, wie folgendes Bild verdeutlicht:

Starker Stroboskopeffekt einer LED-Filament-Lampe im Beispiel mit einer Hand.

Einzelbildfotografie mit einer Belichtungsdauer von etwa 200 ms.

Erklärung des sehr starken Flimmereffektes:

DerLichtpeter.de erklärt dies folgendermaßen:

Elektrisch werden bei den LED-Filamenten ca. 50 COB-Leds in Reihe geschaltet. Damit durch diese überhaupt ein Strom fließen kann, ist eine Mindestspannung von 170V erforderlich. Diese Spannung wird aber nur im oberen Teil der Sinus-Wechselspannung von 230V/50Hz erreicht, was zeitlich knapp 5ms ausmacht. Im anderen Zeitraum (gut 5ms) bleibt die LED dunkel. Nur wenn ein Gleichrichter und ein ausreichend großer Kondensator im Sockel verbaut werden, kann die Spannung auf min. 180V gehalten und damit stets Strom fließen und dauerhaftes Licht erzielt werden. Daran wird bei den China-Billig-Produkten gespart.

 

Dank des Schnelltests, kann man sich Zuhause oder im Büro einen ersten Eindruck über ein potentiell zu stark flimmerndes Leuchtmittel verschaffen.

Will man auf Nummer Sicher gehen, sollte man am besten schon vor dem Kauf einer LED-Filament-Lampe die Liste der getesteten Leuchtmittel von Hr. Erwin einsehen, um einen Fehlkauf zu vermeiden.

 

Ist das gewünschte Leuchtmittel nicht verfügbar, haben Sie als Privatperson die Möglichkeit den kostenfreien Service von Hr. Erwin in Anspruch zu nehmen und Ihr Leuchtmittel von Ihm testen zu lassen.

 

Hersteller und Inverkehrbringer von Leuchtmitteln haben Dank der Vermessungs-Dienstleistung von www.derlichtpeter.de nicht nur die Möglichkeit ihr Produkt  mit der Kennzeichnung des CFDs von anderen Produkten am Markt deutlich hervorzuheben, sondern Sie leisten auch einen Beitrag zum Erhalt der Gesundheit Ihrer Kunden!  

 

Die Inhalte dieses Artikels werden mit freundlicher Genehmigung von www.derlichtpeter.de zur Verfügung gestellt!

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