Sommerzeit - sparen wir nun wirklich Energie?

 

 

Die Sommerzeit in Deutschland findet jedes Jahr zum letzten Sonntag im März statt, an diesem Tag wird die Uhr um eine Stunde nach vorne gestellt.

 

 

 

Am Sonntag, den 26.03.2017 um 2:00 Uhr nachts, ist es wieder soweit – die Uhr wird eine Stunde vorgestellt und unsere Sommerzeit beginnt.

Für viele Menschen bedeutet dies eine enorme Umstellung Ihres Tagesablaufes, da schon diese eine Stunde dazu führt, dass der biologische Rhythmus der Menschen ins Schwanken gerät. Diese gesundheitliche Beeinträchtigung ähnelt einem Mini-Jetlag, bis sich die innere Uhr und der neue Tagesablauf wieder aneinander angepasst haben, können unter anderem folgende Symptome auftreten:

  • Müdigkeit und Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Gereiztheit und (depressive) Verstimmungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Verdauungsprobleme

Nachgewiesen ist zudem, dass es in der Woche nach der Zeitumstellung vermehrt zu Unfällen im Straßenverkehr kommt.

 

Das heißt jedoch nicht, dass jeder Mensch von derartigen Einschränkungen betroffen ist. Manch einen, stört die Zeitumstellung so gut wie gar nicht. Nach einer Anpassungsphase von ca. 4 Tagen (im sehr seltenen Fall kann es bis zu 14 Tage dauern), verschwinden die Auswirkungen der Zeitumstellung und der Körper hat sich angepasst.

 

Aber wieso gibt es überhaupt eine Zeitumstellung, wenn diese solche Probleme verursacht?

1980 wurde die Sommerzeit in Deutschland (nach einer 30-jährigen Pause) wieder eingeführt. Hauptgrund war die Einsparung von Energie.

 

Der Gedanke dahinter: Wenn wir das Tageslicht besser nutzen, sparen wir Strom.

 

 

Spätestens seit Einführung energieeffizienter Leuchtmittel wie LEDs, sollte allerdings klar sein, dass die Nachteile, die die Zeitumstellung mit sich bringt, deutlich überwiegen.  Zudem gibt es seit Jahren zahlreiche Untersuchungen, die allesamt zu dem übereinstimmenden Ergebnis gelangen, dass kein konkreter Energie-Einspareffekt besteht. Dies liegt an der Tatsache, dass man nun das Abendlicht wesentlich länger ausnutzen kann, morgens jedoch in den Übergangsmonaten März, April und Oktober mehr geheizt werden muss. Da der Stromverbrauch durch Licht, in Privathaushalten in etwa 8% ausmacht und dadurch wesentlich geringer ist, als der Energieverbrauch durch das Heizen, ist das Hauptargument, welches für die Zeitumstellung spricht, hinfällig.

 

 

Da seitens der EU eine einheitliche Sommerzeitenregelung als sehr sinnvoll angesehen wird (beispielsweise profitiert der europäische Binnenmarkt wesentlich hiervon), heißt es von Seiten der Bundesregierung:

„Angesichts der zunehmenden Globalisierung in allen Bereichen ist an einer dauerhaften einheitlichen Zeit in Europa festzuhalten“.

 

Dies bedeutet für den Menschen, den bestmöglichsten Umgang mit der Zeitumstellung. Es empfiehlt sich bereits ein paar Tage vor der Zeitumstellung seinen Rhythmus vorzubereiten, um sich und seinem Körper einen möglichst beschwerdefreien Übergang zu ermöglichen.

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