Herstellung und Recycling von LEDs

LED sind heutzutage bei den meisten Menschen Leuchtmittel der Wahl, schließlich ist deren Energieeffizienz und somit auch schonender Umgang mit Umwelt und Geldbeutel, bekannt.

 

Laut einer Studie des Statistik-Portals Statista aus dem Jahr 2016 nutzten zu diesem Zeitpunkt 73% der Befragten LED-Lampen in Ihrem Haushalt.

 

 

Doch aus was besteht eine LED-Lampe eigentlich und was passiert mit ihr wenn sie ihre Lebensdauer erloschen ist?

LED bestehen im Kern aus einem sogenannten „Chip“ bzw. Halbleiterkristall, welcher durch Stromzufuhr zum leuchten gebracht wird.

Zur Herstellung von Leuchtdioden benötigt man neben Aluminium auch Seltene Erden.

Die Internetseite www.rohstoff-welt.de beschreibt seltene Erden wie folgt:

 

"Seltene Erden" (engl.: Rare Earth Elements) ist ein Oberbegriff für eine Gruppe von einzelnen Metallen bzw. chemischen Elementen, die zur 3. Gruppe des Periodensystems (außer Actiniums) und die Lanthanoide gehören. Mit Ausnahme von Promethium kommen viele der Seltenen Erden in der Natur vergesellschaftet vor.

Für viele wichtige Technologien sind seltene Erden essenziell, daher gelten sie als extrem begehrte Rohstoffe.  So selten wie der Name es vermuten lässt, sind sie allerdings nicht. Zudem müsste die richtige Begriffsbezeichnung „Metalle der seltenen Erden“ lauten, da man 17 Metalle als seltene Erden einordnet. Ein Großteil wird in China abgebaut (ca. 97% Marktanteil).

Die Förderung der seltenen Erden, die für die gesamte hochtechnologisierte Welt fast unabdingbar geworden sind, belastet die Umwelt enorm. Die begehrten Metalle kommen nur in geringen Konzentrationen vor, um wenige Gramm zu gewinnen bedarf es viele Tonnen Gestein die zermahlt und mit Chemikalien behandelt werden müssen. Durch diese Abbauverfahren wird die unmittelbare Umwelt um die Abbauregionen stark in Mitleidenschaft gezogen.

 

Neben denn seltenen Erden wird vor allem Aluminium, zur Herstellung von LEDs benötigt. Aluminium ist das dritthäufigste Element nach Sauerstoff und Silizium auf unserer Erde. Dessen Abbau jedoch beeinträchtigt unsere Umwelt ebenso enorm, wie der Abbau seltener Erden.

Aluminium wird aus dem Erz Bauxit gewonnen, dieser Rohstoff wird weltweit abgebaut.

 

 

Um aus dem Bauxit das Aluminiumoxid zu gewinnen wird Natronlauge benötigt. Ein großer Teil des Rohstoffes kann bei der Umwandlung nicht verwendet werden und landet als sogenannter „Rotschlamm“ in Deponien.  In Aluminiumwerken wird dann aus dem Aluminiumoxid mit Hilfe eines Elektrolyseverfahrens reines Aluminium gewonnen. Für die Elektroden wird viel elektrische Energie benötigt. Laut der Seite www.regenwald.org wird für die Herstellung von einer Millionen Tonnen Aluminiumoxid so viel Energie verbraucht, wie für eine halbe Millionen Haushalte in einem Jahr.

 

Diese Rohstoff- und Energiebilanzen können deutlich durch die Verwendung recycelter Materialien verbessert werden. Durch ein fachgerechtes Recycling können viele Metalle herausgelöst und wiederverwendet werden.

Verhindern Sie durch die Rückgabe der ausgedienten Leuchtdioden in öffentliche Sammelstellen, das Metalle unseren Wasserkreislauf gelangen und somit Menschen, Tieren und Pflanzen langfristig schaden!

 

Sammelstellen finden Sie hier.  

 

Werfen Sie LEDs niemals in den Hausmüll!

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