Die inneren Werte meiner Beleuchtung -Voraussetzungen für eine perfekte Lichtgestaltung

Natürlich soll Licht schön aussehen und dem Zuhause eine persönliche Note sowie ein Wohlfühlgefühl vermitteln. Aber gutes Licht muss mehr können als nur schön aussehen! Eigentlich ist es wie bei der Partnerwahl: Klar muss die Hülle zu einem passen und optisch ansprechend sein, die inneren Werte spielen am Ende dann aber doch - langfristig gesehen- die entscheidendere Rolle!

 

Welche Voraussetzungen muss eine perfekte Lichtgestaltung also erfüllen?

 

Am ehesten fällt einem wohl dazu ein, dass Licht mein Wohlbefinden fördern, aber auch für Helligkeit sorgen muss und damit für eine angemessene Ausleuchtung des Raumes sorgt. Ebenso soll es funktional sein. An Punkten an denen ich direktes Licht benötige, muss es vorhanden sein. Andere Bereiche zeigen sich vorteilhafter, wenn sie indirekt beleuchtet werden.

Hierfür ist es essentiell die drei Lichtkomponenten zu kennen:

Eine Grundhelligkeit, die vom Auge zur Orientierung benötigt wird,  wird durch das sogenannte Raumlicht geschaffen. Dieses ergänzt sich wunderbar mit dem Zonenlicht, welches beispielsweise Bereiche wie den Esstisch oder eine Arbeitsfläche direkt beleuchtet und Akzente schafft. Ergänzt werden diese beiden Lichtarten durch das Stimmungslicht, dieses sorgt für eine ansprechende, außergewöhnliche Atmosphäre im Raum und dient nicht in erster Linie dem Beleuchtungszweck. Stimmungslicht kommt am besten am Abend zur Geltung, dann wenn es dunkel wird und eine Art Lagerfeuerromantik entfacht werden kann.

 

Möchte man sein Haus, seine Wohnung, sein Büro…oder was auch immer, optimal beleuchten steht noch vor der Anfertigung eines Beleuchtungsplans die vorausschauende Elektroplanung, insbesondere bei Neubauten oder Renovierungen. Lieber einen Wand- oder Deckenauslass zu viel als zu wenig einplanen, dies macht sich insbesondere dann bezahlt, wenn der Wohnraum in der Zukunft anders eingesetzt wird oder Möbel verstellt werden. Dank einer durchdachten, zukunftsorientierten Planung von Anfang an, hält man sich hierdurch die Möglichkeit offen, die Beleuchtung auch später noch flexibel an die neue Wohn- bzw. Beleuchtungssituation anzupassen. Natürlich gibt es auch im Nachgang Möglichkeiten hässliche Stromkabel zwischen Deckenauslass und Einsatzbereich der Lampe zu vermeiden, die bessere und angenehmere Variante ist natürlich trotzdem immer die der vorausschauenden Planung.

Im Weiteren ist der schon angesprochene Beleuchtungsplan unverzichtbares Mittel einer perfekten Lichtgestaltung. Eine Maßstabsgetreue Anfertigung ist ebenso wichtig, wie das Einbeziehen der gewünschten Lichtwirkung im Raum, der Funktionsbereiche und Möblierung.

 

Letztendlich sollte man daran denken, dass die Beleuchtungsqualität sowie die Lichtfarbe auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sind. Kaum einer weiß, dass Kinder einen wesentlich höheren Helligkeitseindruck haben als ältere Menschen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, ein Sechzigjähriger mit nachlassender Sehleistung benötigt deutlich mehr Beleuchtungsstärke wie ein Zehnjähriger. Insbesondere bei der Lichtplanung einer altersgerechten Wohnung sollte dies zwingend beachtet werden.

Auch Blendungen sind ein Punkt die gerne missachtet werden. Diese führen zum Herabsetzen der Sehleistung und auf Dauer zu Ermüdung und Konzentrationsschwäche. Sie entstehen wenn  die Beleuchtung der Umgebung im Vergleich zum Licht welches im Blickfeld liegt, in hohem Kontrast steht.  

Die Lichtfarbe rundet das ganze ab. Die Lichtfarbe des Leuchtmittels zu kennen ist wichtig – wird leider oft missachtet. Sie wird in der Einheit Kelvin (K) gemessen und in drei Klassen unterschieden:

Warmweiß: unter 3300K

Ein etwas gelblicher Lichtton, welcher Wärme und eine gemütliche Atmosphäre verbreitet.

Neutralweiß: 3300-5300K

Sie verbreiten ein neutrales Licht, deren Lichtfarbe am wenigsten auffällt. Häufiger Einsatzort sind Büroräume.

Tageslichtweiß: über 5300K

Ein weißes, sehr technisches Licht, welches gerne in der Außenbeleuchtung genutzt wird.

Alle drei Lichtfarben lassen sich bei einer optimalen Lichtgestaltung nutzen und Ihre Vorteile gegenseitig nutzen.  

Wichtig ist jedoch: Die Angabe der Lichtfarbe sagt nichts über die Farbwiedergabe aus. Licht gleicher Temperatur (gleicher Kelvin) kann durchaus eine verschiedene spektrale Zusammensetzung haben.

 

Merke also: Licht ist nicht gleich Licht – eine vorausschauende Planung und ein Fachmann an der Seite lassen auch die inneren Werte Ihrer Beleuchtung so richtig strahlen!

 

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